Hebamme-Gehalt in Deutschland
Hebammen betreuen Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach. Für diesen Beruf veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit ein bundesweites Medianentgelt.
Kurz erklärt
- Brutto
- Das Gehalt vor Steuern und Sozialabgaben. Auf dem Konto kommt später weniger an.
- Median
- Der Wert in der Mitte. Eine Hälfte verdient weniger als 4.846 Euro, die andere mehr.
- Berufscode 81353
- Die Bundesagentur für Arbeit ordnet ähnliche Tätigkeiten unter einem gemeinsamen Code ein. KldB ist die Abkürzung für Klassifikation der Berufe.
- Anforderungsniveau Spezialist
- Das beschreibt, wie viel Ausbildung, Fachwissen und Verantwortung die Tätigkeit normalerweise verlangt.
Was der Median bedeutet
Stell dir alle Gehälter der Reihe nach aufgestellt vor, vom kleinsten bis zum größten. Der Median ist der Wert genau in der Mitte. Eine Hälfte verdient weniger, die andere Hälfte verdient mehr. Der Median ist nicht das Gehalt, das die meisten verdienen.
Der mittlere Bereich von Q25 bis Q75
Q25 bis Q75 nennt man den Interquartilsbereich. Er enthält die mittlere Hälfte der Werte. Ein Viertel der Gehälter liegt unter Q25, ein Viertel liegt über Q75. Für diesen Beruf reicht der Bereich von 4.155 bis 5.428 Euro.
Gehalt nach Bundesland
Weil die Fallzahlen von Hebammen in vielen Regionen gering sind, bleiben dort Lücken in der regionalen Auswertung.
| Region | Median | Q25 | Q75 | Beschäftigte |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | ||||
| Deutschland | 4.846 €BA | 4.155 €BA | 5.428 €BA | 3.481 |
| Bundesländer | ||||
| Schleswig-Holstein | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Hamburg | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Niedersachsen | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Bremen | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Nordrhein-Westfalen | 4.828 €BA | 4.158 €BA | 5.355 €BA | 935 |
| Hessen | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Rheinland-Pfalz | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Baden-Württemberg | 5.043 €BA | 4.342 €BA | 5.559 €BA | 582 |
| Bayern | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Saarland | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Berlin | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Brandenburg | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Mecklenburg-Vorpommern | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Sachsen | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Sachsen-Anhalt | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
| Thüringen | nicht veröffentlicht, Fallzahl unter 500 | |||
Stärkere Färbung bedeutet einen höheren veröffentlichten Median. Die Zahlen bleiben maßgeblich.
Typischer Karriereweg
Ein möglicher Weg vom Studium bis zur selbstständigen Arbeit als Hebamme.
Studium
Du lernst, Frauen in Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach zu begleiten.
Arbeit in der Klinik
Viele beginnen im Kreißsaal eines Krankenhauses.
Freiberufliche Hebamme
Du kannst selbstständig arbeiten und Familien zu Hause oder in einer Praxis betreuen.
Lehre oder Forschung
Später ist auch eine Arbeit in Lehre oder Forschung möglich.
Das ist eine mögliche Richtung, kein fester Ablauf. Welche Weiterbildung passt, hängt von Stelle, Arbeitgeber und den geltenden Voraussetzungen ab.
Woher die Zahlen kommen
Die Gehaltszahlen stammen von der BA, also der Bundesagentur für Arbeit. So entstehen sie:
Arbeitgeber melden die Löhne ihrer Beschäftigten an die Sozialversicherung. Aus diesen Arbeitgebermeldungen kommen die Entgeltinformationen.
Ausgewertet werden sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Kerngruppe.
Gezählt wird das Bruttomonatsentgelt. Es enthält laufende und einmalige Einnahmen aus der Hauptbeschäftigung bis zur Beitragsbemessungsgrenze, darunter auch Sonderzahlungen und Zuschläge.
Methodik
Datenquelle ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Ausgewiesen werden monatliche Bruttoarbeitsentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter. Median, Q25 und Q75 beschreiben die Verteilung. Datenjahr 2025, Mindestfallzahl 500.
Grenzen
Selbstständige und geringfügig Beschäftigte sind nicht enthalten. Die Statistik trennt nicht nach Berufserfahrung oder Arbeitgeber. Zulagen lassen sich aus dem Median nicht ablesen. Fehlende Regionalwerte werden nicht geschätzt.