ZFA-Gehalt in Deutschland
Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren in der Zahnarztpraxis und betreuen Patienten am Empfang. Grundlage ist das Medianentgelt, das die Bundesagentur für Arbeit für diesen Beruf ausweist.
Kurz erklärt
- Brutto
- Das Gehalt vor Steuern und Sozialabgaben. Auf dem Konto kommt später weniger an.
- Median
- Der Wert in der Mitte. Eine Hälfte verdient weniger als 2.841 Euro, die andere mehr.
- Berufscode 81112
- Die Bundesagentur für Arbeit ordnet ähnliche Tätigkeiten unter einem gemeinsamen Code ein. KldB ist die Abkürzung für Klassifikation der Berufe.
- Anforderungsniveau Fachkraft
- Das beschreibt, wie viel Ausbildung, Fachwissen und Verantwortung die Tätigkeit normalerweise verlangt.
Was der Median bedeutet
Stell dir alle Gehälter der Reihe nach aufgestellt vor, vom kleinsten bis zum größten. Der Median ist der Wert genau in der Mitte. Eine Hälfte verdient weniger, die andere Hälfte verdient mehr. Der Median ist nicht das Gehalt, das die meisten verdienen.
Der mittlere Bereich von Q25 bis Q75
Q25 bis Q75 nennt man den Interquartilsbereich. Er enthält die mittlere Hälfte der Werte. Ein Viertel der Gehälter liegt unter Q25, ein Viertel liegt über Q75. Für diesen Beruf reicht der Bereich von 2.440 bis 3.287 Euro.
Gehalt nach Bundesland
Sobald in einer Region genug ZFA gemeldet sind, veröffentlicht die Statistik dort einen eigenen Wert.
| Region | Median | Q25 | Q75 | Beschäftigte |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | ||||
| Deutschland | 2.841 €BA | 2.440 €BA | 3.287 €BA | 86.872 |
| Bundesländer | ||||
| Schleswig-Holstein | 2.830 €BA | 2.479 €BA | 3.235 €BA | 3.017 |
| Hamburg | 3.022 €BA | 2.634 €BA | 3.468 €BA | 2.335 |
| Niedersachsen | 2.737 €BA | 2.343 €BA | 3.135 €BA | 8.216 |
| Bremen | 2.922 €BA | 2.562 €BA | 3.317 €BA | 848 |
| Nordrhein-Westfalen | 2.817 €BA | 2.431 €BA | 3.264 €BA | 20.864 |
| Hessen | 2.881 €BA | 2.470 €BA | 3.345 €BA | 6.198 |
| Rheinland-Pfalz | 2.775 €BA | 2.365 €BA | 3.225 €BA | 3.877 |
| Baden-Württemberg | 2.963 €BA | 2.513 €BA | 3.409 €BA | 13.166 |
| Bayern | 2.910 €BA | 2.469 €BA | 3.385 €BA | 15.486 |
| Saarland | 2.690 €BA | 2.336 €BA | 3.097 €BA | 878 |
| Berlin | 2.961 €BA | 2.587 €BA | 3.401 €BA | 3.350 |
| Brandenburg | 2.741 €BA | 2.430 €BA | 3.154 €BA | 1.519 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2.677 €BA | 2.371 €BA | 3.089 €BA | 1.266 |
| Sachsen | 2.666 €BA | 2.346 €BA | 3.036 €BA | 2.867 |
| Sachsen-Anhalt | 2.661 €BA | 2.361 €BA | 3.003 €BA | 1.573 |
| Thüringen | 2.627 €BA | 2.287 €BA | 3.006 €BA | 1.411 |
Stärkere Färbung bedeutet einen höheren veröffentlichten Median. Die Zahlen bleiben maßgeblich.
Typischer Karriereweg
Ein möglicher Weg von der Ausbildung zu Fachaufgaben in der Zahnarztpraxis.
Ausbildung
Als Zahnmedizinische Fachangestellte, kurz ZFA, hilfst du am Empfang und bei Behandlungen.
Schwerpunkt
Du kannst dich zum Beispiel auf Vorsorge, Zahnreinigung oder Verwaltung festlegen.
Weiterbildung
Es gibt Weiterbildungen für Behandlungsassistenz, Prophylaxe und Praxisverwaltung.
Praxismanagement
Später kannst du die Organisation einer Praxis übernehmen.
Das ist eine mögliche Richtung, kein fester Ablauf. Welche Weiterbildung passt, hängt von Stelle, Arbeitgeber und den geltenden Voraussetzungen ab.
Woher die Zahlen kommen
Die Gehaltszahlen stammen von der BA, also der Bundesagentur für Arbeit. So entstehen sie:
Arbeitgeber melden die Löhne ihrer Beschäftigten an die Sozialversicherung. Aus diesen Arbeitgebermeldungen kommen die Entgeltinformationen.
Ausgewertet werden sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Kerngruppe.
Gezählt wird das Bruttomonatsentgelt. Es enthält laufende und einmalige Einnahmen aus der Hauptbeschäftigung bis zur Beitragsbemessungsgrenze, darunter auch Sonderzahlungen und Zuschläge.
Methodik
Datenquelle ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Ausgewiesen werden monatliche Bruttoarbeitsentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter. Median, Q25 und Q75 beschreiben die Verteilung. Datenjahr 2025, Mindestfallzahl 500.
Grenzen
Selbstständige und geringfügig Beschäftigte sind nicht enthalten. Die Statistik trennt nicht nach Berufserfahrung oder Arbeitgeber. Zulagen lassen sich aus dem Median nicht ablesen. Fehlende Regionalwerte werden nicht geschätzt.